Dicke Kartoffeln, dicke Bohnen?

„Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln?“ Nicht unbedingt! Eine gute Ernte hängt davon ab, wie gut der Boden ist auf dem sie wächst. Kluge Freizeitbauern sorgen deshalb vor und machen ihren Kompost selbst zu Dünger. Das kostet nix und spart schont die Mülltonne.

Selbst Machen

  Kompostworkshops bei Martina Kolarek buchbar über www.die-boden-schafft.de

Was darf auf den Kompost,  was nicht? Bei der „Schweizer Kompostberatung“ lernt man den richtigen Umgang mit dem Kompost beim Online-Quiz oder dem „Tierle-Memory“.  Die Schweizer haben aber auch ganz unverspielte, praktische Tipps für Kompostfans

Wer keinen Garten hat, aber trotzdem seine Küchenabfälle kompostieren will, kann das auch auf dem Balkon, im Keller oder Hinterhof tun. Eine Holzkiste plus eine Ladung Würmer – viel mehr braucht es dazu nicht. Für 70 Euro gibt es bei Nutzmüll e.V. eine Wurmkiste aus Holz.

Selbst Lesen

Berliner Zeitung vom 16.7.2014: „Humus ist nicht unerschöpflich. Interview mit Martina Kolarek von Susanne Lenz.

Herwig Pommeresche: “Humussphäre. Humus – Ein Stoff oder ein System?” OLV Verlag, 2004.

Der Autor Herwig Pommeresche beleuchtet in diesem Werk die Theorien verschiedener Landbaupioniere, wie z.B. Justus von Liebig, Dr. Rudolf Steiner und Dr. Hans Peter Rusch und stellt die traditionelle Auffassung von Pflanzenernährung und das heute noch gängige 160 Jahre alte, chemisch-technisch geprägte Landwirtschaftssystem infrage.

Annie Francé-Harrar: “Handbuch des Bodenlebens” Blue Anathan Verlag, 2011.

Anne Francé-Harrar durchquerte jahrelang die Kontinente der Erde, um das Bodenleben in verschiedenen Ländern der Erde zu untersuchen. Auf der Basis mikroskopischer Untersuchungen und Versuchen hat Francé-Harrar eine Auswahl von 40 verschiedenen Arten „Erden“ aus
aller Welt zusammengestellt.

Kinderleicht

Würmer lieben es mundgerecht. Bevor sie auf den Kompost wandern, werden Sonnenblumen, holzige Pflanzenstengel und Unkraut klein gemacht. So ist der Kompost schneller fertig und als natürlicher Dünger auf dem Beet einsatzbereit.

 

Das frißt kein Schwein

Was Mensch oder Tier nicht mehr essen können, schmeckt den Bewohnern des Komposthaufens richtig gut. Weil Würmer und Mikroben gerne abwechslungsreich speisen, kommt es auf die richtige Mischung an: Pflanzen- und Holzreste sowie Gemüse- und Früchtebafälle werden abwechselnd aufeinander geschichtet.

 

Letzte Dusche

Würmer mögens warm und feucht. Bevor der Komposthaufen mit einer Plane abgedeckt wird, soll er noch mal ordentlich naß werden.

 

Geschafft

Sechs Stunden haben die Workshop-TeilnehmerInnen gehexelt, geschnippselt und geschichtet. In wenigen Monaten wird ihr Kompostaufen nur noch 1/3 so groß und zu Humus-Erde zerfallen sein.

 

 

Du hast selbst Tipps für Literatur und Filme zum Thema Kompost? Dann schreib an:
info@strahlendesklima.de